P2V Migration

Ich zeige Ihnen heute eine Anleitung zur P2V Migration – Physical to Virtual Migration.

Damit können Sie Ihren physi­schen Rechner virtualisieren.

1. Disk­ToVHD

  • Zunächst das Programm hier herun­ter­laden https://​technet​.microsoft​.com/​e​n​-​u​s​/​s​y​s​i​n​t​e​r​n​a​l​s​/​e​e​6​5​6​4​1​5​.aspx
  • Auf dem Quell­system sicher­stellen, dass alle Daten­banken beendet sind und nicht mehr auf den Server zuge­griffen wird (ggf.Netzwerk trennen wenn möglich)
  • Disk­ToVHD starten (wenn möglich pro Laufwerk eine VHD erzeigen, da man dann später flexibler mit den VHD-Dateien arbeiten kann)
  • Bei älteren Systemen ist es besser VHD auszu­wählen, da dann eine 512 Byte Sektor­größe genutzt wird, VHDX verwendet 4K-Sektoren, was zu Problemen bei Daten­banken führen kann, gerade Domä­nen­con­troller starten das AD anschließend ggf. nicht.
  • Die VHD kann dann im Nachgang zur VHDX konver­tiert werden, die Sektor­größe wird dann über­nommen. Im Zweifel vorher die Sektor­größe prüfen
  • Nachdem die VHD-Dateien erstellt sind, können diese an eine zurvor erstellte Maschine unter HyperV ange­bunden werden.
  • Als Netz­werk­ver­bindung verbindet man am besten zunächst ein privates Netzwerk an, damit das System noch nicht im Produk­tivnetz ist
  • Den virtu­ellen Computer starten (dauert sehr lange, da sich die „Hardware“ komplett geändert hat)
  • Inte­gra­ti­ons­dienste installieren/​aktualisieren (Achtung: unter Server 2016 gibt es den Daten­träger VMGUEST.iso nicht mehr->ich habe diesen mal unter Soonr Workplace\Technik\IT-Systeme\Hyper‑V abgelegt, kann nützlich sein, wenn man alte Systeme hat, die noch keine guten Hyper-V-Treiber haben, ggf. funk­tio­niert hier nicht einmal die Maus/​das Netzwerk)
  • Alte nicht mehr vorhandene Hardware und Software entfernen (CMD: SET DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES=1) Gerä­tema­nager starten und ausge­blendete Geräte anzeigen, alles was „blass“ ist entfernen
  • Software über Programme und Funk­tionen deinstal­lieren z.B Raid-und Netz­werka­kr­ten­trei­ber­software und andere spezi­fische Software von Dell,HP,FSC etc.
  • Parti­tionen prüfen (Alle Lauf­werks­buch­staben wie vorher, sonst anpassen)
  • Alle Dienste prüfen, ggf. Programme lokal starten

2. Backup und Restore (notwendig, wenn dyna­mische Daten­träger auf dem Quell­system vorhanden sind)

  • Backup mit Windows-Sicherung erstellen
  • Virtuelle Fest­platten auf dem HyperV-Host erstellen
  • Virtuelle Fest­platten auf dem HyperV-Host in der Daten­trä­ger­ver­waltung anfügen und Volumes erstellen
  • Restore mit der Windows-Sicherung unter dem Host ausführen und die virtu­ellen Fest­platten als Ziel auswählen
  • Nach erfolg­reichem Restore die virtu­ellen Fest­platten trennen
  • VM erzeugen und die wieder­her­ge­stellten Fest­platten anfügen
  • Windows-Boot-Iso in die VM einlegen und starten
  • Von CD starten und Repa­ratur auswählen->Eingabeaufforderung starten
  • Diskpart starten und System­par­tition als aktiv markieren (BsP: select disk 0 select partition 1 active)
  • Bootrec /​fixboot und bootrec /​fixmbr durch­führen (Boot­sector und Master­Boot­Record werden neu geschrieben)Bootrec /​rebuildbcd ausführen->Wenn Windows Instal­lation gefunden wird, diese hinzu­fügen und versuchen von HDD zu booten
  • Wenn keine Windows-Instal­lation gefunden wird den alten BCD umbe­nennen und neu erstellen: attrib c:\boot\bcd ‑h ‑r ‑s ren c:\boot\bcd bcd.old bootrec /​rebuildbcd und anschließend neu starten

Es kann beim Booten wegen der geän­derten Hardware trotzdem zu Problemen (BSOD) kommen. Das scheint speziell bei Server 2008 R2 ein Problem zu sein. Falls ein Blue­s­creen auftritt, liegt das vermutlich am Storage­con­troller. Folgendes muss dann gemacht werden:

  • Mit der Windows CD in die Einga­be­auf­for­derung booten und regedt (nicht regedit) ausführen:
  • HK_​Local_​Machine markieren
  • Datei -> Struktur laden -> C:\Windows\System32\Config\SYSTEM -> ÖFFNEN
  • Namen vergeben -> Restored HKLM -> ok
  • Der „Restored HKLM“-Eintrag ist jetzt unter HK_​local_​Machine zu finden.
  • Hier in ControlSet001\services navi­gieren und folgende Werte überprüfen:
  • intelide>Start = 0 and LSI_SAS>Start = 0; msahci>Start = 3 and pciide>Start = 3

Anschließend “Restored HKLM” auswählen und Datei->Struktur entfernen anwählen.
Jetzt den Rechner starten und freuen

Hier ein paar Werte an denen man ggf. noch schrauben kann, je nachdem welche Umgebung man hat:
VMWare und HyperV VM:

  • aliide 3
  • amdide 3
  • atapi 0
  • cmdide 3
  • iastorv 3
  • intelide 0
  • msahci 3
  • pciide 3
  • viaide 3
  • LSI_​SAS 0

Dell PE2970 physical machine with RAID card:

  • aliide 3
  • amdide 3
  • atapi 0
  • cmdide 3
  • iastorv 3
  • intelide 3
  • msahci 0
  • pciide 3
  • viaide 3
  • LSI_​SAS 3

Dell PET100 physical machine on native SATA adapter:

  • aliide 3
  • amdide 3
  • atapi 0
  • cmdide 3
  • iastorv 3
  • intelide 3
  • msahci 0
  • pciide 0
  • viaide 3
  • LSI_​SAS 3

Win 7 64x custom built physical machine on native SATA adapter:

    • aliide 3
    • amdide 3
    • atapi 0
    • cmdide 3
    • iastorv 3
    • intelide 3
    • msahci 0
    • pciide 0
    • viaide 3
    • LSI_​SAS 3
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